Das Wichtigste in Kürze
- Ein Vortrag zum Thema KI gewinnt nicht durch möglichst viele Themen, sondern durch die richtige Auswahl für genau dieses Publikum.
- Fünf Bausteine tragen fast jeden KI-Vortrag: Einordnung, Live-Demonstration, Anwendungsfälle aus der Branche, Grenzen und Risiken, konkrete nächste Schritte.
- Die Zielgruppe entscheidet über die Gewichtung: Ein Vorstandskreis braucht andere Schwerpunkte als eine Vertriebsmannschaft oder ein Mitarbeitertag.
- Zu viel Technikgeschichte, Modellvergleiche und Weltuntergangsszenarien kosten Zeit und Aufmerksamkeit – und bringen dem Publikum nichts.
- Ein Vorgespräch vor dem Termin ist der beste Weg, die Themenliste vom Standardprogramm zu einem passenden Vortrag zu machen.
Sie haben sich entschieden: Ihre Veranstaltung bekommt einen Vortrag zum Thema Künstliche Intelligenz. Dann kommt die Frage, an der viele Programme hängen bleiben – was genau soll dieser Vortrag eigentlich behandeln? Denn „KI“ ist kein Thema, sondern ein Sammelbegriff für Dutzende Themen. Wer alles hineinpackt, verliert das Publikum – wer das Falsche auswählt, auch.
Warum entscheidet die Themenwahl über den Erfolg des Vortrags?
Stellen Sie sich zwei Vorträge vor. Im ersten hört Ihr Publikum 45 Minuten lang, wie neuronale Netze funktionieren, welche Modelle es gibt und wie sich der Markt entwickelt. Im zweiten sieht es, wie in drei Minuten aus einer chaotischen Mailflut eine sortierte Aufgabenliste wird – mit Werkzeugen, die im eigenen Haus bereits lizenziert sind.
Beide Vorträge behandeln Künstliche Intelligenz. Nur einer davon verändert am Montag danach etwas. Die Ursache für schwache KI-Vorträge liegt selten am Redner-Handwerk, sondern an der Themenliste: Sie entsteht aus der Perspektive der Technik statt aus der des Publikums. Deshalb lohnt es sich, vor der Buchung über Inhalte zu sprechen.
Welche fünf Themen gehören in jeden Vortrag zum Thema KI?
Erstens: Einordnung. Was ist Künstliche Intelligenz überhaupt – und was ist sie nicht? Zehn Minuten Orientierung nehmen dem Thema die Mystik und schaffen eine gemeinsame Sprache im Saal. Ohne diesen Schritt reden Technikbegeisterte und Skeptiker anschließend aneinander vorbei.
Zweitens: Live-Demonstration. Nichts überzeugt so schnell wie eine Anwendung, die auf der Bühne wirklich läuft. Folien mit Screenshots kann jeder zeigen. Eine Demonstration, in der aus einer Aufgabe der Teilnehmenden ein Ergebnis entsteht, bleibt hängen.
Drittens: Anwendungsfälle aus der eigenen Welt. Beispiele aus dem Silicon Valley beeindrucken, Beispiele aus der eigenen Branche bewegen. Der Unterschied zwischen „interessant“ und „das probiere ich morgen aus“ liegt genau hier.
Viertens: Grenzen, Datenschutz und Verantwortung. Wo halluzinieren Sprachmodelle? Welche Daten dürfen hinein, welche nicht? Ein Vortrag, der diese Fragen ausspart, wirkt wie eine Verkaufsveranstaltung – und verliert genau die kritischen Köpfe, die Sie für die Umsetzung brauchen.
Fünftens: die nächsten Schritte. Was kann jede und jeder im Saal in der nächsten Woche konkret tun? Ein Vortrag ohne diesen Abschluss ist Unterhaltung. Mit ihm wird er zum Startpunkt.
Wie schneiden Sie die Themen auf Ihre Zielgruppe zu?
Die fünf Bausteine bleiben, ihre Gewichtung ändert sich. Ein Führungskreis interessiert sich für Entscheidungen: Wo lohnt der Einstieg, was kostet Zögern, wie verändert KI Rollen und Verantwortung? Hier darf die Einordnung länger sein, die Werkzeugtiefe kürzer.
Eine Vertriebsmannschaft will sehen, wie Vorbereitung, Angebote und Nachfassen schneller werden. Ein Mitarbeitertag mit gemischtem Publikum braucht vor allem Entlastung von Angst und viele kleine, sofort nutzbare Beispiele. Bei einer Kundenveranstaltung trägt Unterhaltung so viel wie Fachtiefe.
Welche Themen sollten Sie besser streichen?
Drei Klassiker kosten Zeit, ohne Wirkung zu erzeugen. Der erste ist die Technikgeschichte: Wer im Jahr 2026 mit dem Turing-Test startet, verliert die Hälfte des Saals, bevor es interessant wird. Der zweite ist der Modellvergleich – welches Sprachmodell gerade in welchem Benchmark vorn liegt, ist in sechs Wochen überholt.
Der dritte ist das Untergangsszenario. Angst erzeugt Aufmerksamkeit, aber keine Handlung. Ein verunsichertes Publikum setzt nichts um – eines mit realistischer Einschätzung und zwei machbaren Schritten schon.
Wie viel Zeit braucht welcher Themenblock?
Für eine Keynote von 60 Minuten hat sich eine einfache Aufteilung bewährt: rund zehn Minuten Einordnung, gut zwanzig Minuten Live-Demonstration und Anwendungsfälle, zehn Minuten Grenzen und Verantwortung, zehn Minuten nächste Schritte – und der Rest für Fragen aus dem Publikum.
Bei einem Impulsvortrag von 30 Minuten streichen Sie nicht überall ein bisschen, sondern konzentrieren sich auf zwei Bausteine: eine Demonstration und die nächsten Schritte. Weniger Themen, dafür richtig – das ist fast immer die bessere Entscheidung.
Sie planen eine Veranstaltung? Als Keynote-Speaker für Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und Microsoft 365 bringe ich Technik-Themen so auf die Bühne, dass sie hängen bleiben – praxisnah, unterhaltsam und sofort umsetzbar. KI-Vortrag buchen: Inhalte, Formate und Honorar im Überblick.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie viele Themen passen in einen Vortrag zum Thema KI?
In eine Keynote von 60 Minuten passen fünf Bausteine, wenn sie klar getrennt sind. Bei 30 Minuten sollten es höchstens zwei bis drei sein. Mehr Themen bedeuten nicht mehr Inhalt, sondern weniger Tiefe.
Braucht das Publikum Vorwissen zu Künstlicher Intelligenz?
Nein. Ein guter Vortrag holt Einsteiger und erfahrene Anwender gleichzeitig ab, weil er mit Alltagsbeispielen arbeitet statt mit Fachbegriffen. Vorwissen im Saal ist hilfreich, aber keine Voraussetzung.
Wer legt die Themen fest – der Veranstalter oder der Redner?
Beide gemeinsam. Sie kennen Ihr Publikum und Ihr Ziel, der Redner kennt die Wirkung der einzelnen Bausteine. Im Vorgespräch entsteht daraus eine Agenda, die zu Ihrer Veranstaltung passt.
Lassen sich KI-Themen mit Digitalisierung kombinieren?
Ja, und häufig ist das sinnvoll. Künstliche Intelligenz wirkt vor allem dort, wo Prozesse und Zusammenarbeit schon durchdacht sind. Ein kombinierter Vortrag zeigt beides im Zusammenhang statt als getrennte Welten.
Was kostet ein Vortrag zum Thema KI?
Das Honorar für eine Keynote beträgt 6.900 € zzgl. MwSt., dazu kommt eine Reisekostenpauschale von 500 €. Enthalten sind das inhaltliche Vorgespräch und die Anpassung der Themen an Ihre Zielgruppe.




